Waldlehrpfadbroschüre

Die 22 heimischen Bäume und Sträucher sind in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. (Rotbuche finden Sie unter Buche)

Der Waldlehrpfad befindet sich im Naturschutzgebiet, tragen wir Sorge zu unserer Natur!

BURGERGEMEINDE HEIMBERG

Texte aus Grütli Waldpfad, Bilder: www.baumkunde.de

Buche (Fagus sylvatica)

Rotbuche

Grosser, bis 40 m hoher Baum. Tiefwurzler. Stamm rund, ohne Längswülste. Häufigste Laubbaumart, „Mutter der Waldes“.

Rinde: grau, glatt, selten rissig.

Blätter: breit, lanzettlich, mit welligem Rand. Oberseite grün, glänzend, Unterseite heller, matt. Farbvarietät mit grünroten bis schwarzroten Blättern = Blutbuche.

Blüten: April – Juni, mit Blattausbruch, m + w  am gleichen Baum.

Früchte: dreikantige, ölreiche „Buchnüssli“, zu 2 in weichstacheligem Fruchtbecher.

Holz: rötlichgelb, schwer, hart, zäh.

Verwendung: Wagenbau, Treppen, Parkett, Möbel, Eisenbahnschwellen, Zellulose.

Esche (Fraxinus excelsior)

 

Grosser, bis 40m hoher Baum, Tiefwurzler.

Rinde:  anfangs grau bis olivgrün, glatt; später rauh, längsrissig, oft mit waagrechten, schwarzen Wucherungen (Eschenrosen), verursacht durch Eschenbastkäfer.

Blätter: unpaarig gefiedert, 9 bis 15 Teilblätter, lanzettlich, zugespitzt, scharf gesägt. Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller.

Blüten:  April – Mai, vor Blattausbruch; in dichten Büscheln.

Früchte: flache, einsamige Nüsschen mit zungenförmigen Flügeln, in büscheligen, hängenden Rispen.

Holz: gelblich-weiss, schwer, hart, zäh, biegsam, elastisch, hochwertig.

Verwendung: Innenausbau, Wagnerei, Kindermöbel, Turngeräte, Werkzeugstiele.

Feldahorn (Acer campestre)

 

Strauch oder kleiner Baum, bis 15 m hoch. Tiefwurzler, Knospen: klein, braun.

Rinde: anfangs braunrot, glatt, junge Zweige mit längsverlaufenden Korkleisten; später netzartig aufreissende, schuppige Borke (ähnlich wie Birnbaum).

Blätter: klein, ziemlich derb, mit 3 bis 5 grob gekerbten stumpfen Lappen und spitzen Buchten. Oberseite dunkelgrün, glänzend; Unterseite heller, matt; im Herbst gelb.

Blüten: Mai, mit Blattausbruch; hellgrün, in aufrechten, doldenartigen Blütenständen.

Früchte: Flügelfrüchte aus 2 „waagrecht“ verwachsenen Teilfrüchten; Nüsschen kegelig, meist filzig.

Holz: rötlich-weiss, ähnlich wie Bergahorn.

Verwendung: Innenausbau, Wagnerei, Kindermöbel, Turngeräte, Werkzeugstiele.

Fichte (Picea abies)

Rottanne

Grosser, bis 50 m hoher Baum. Flachwurzler. Wichtigste und häufigste Baumart. Gefähredet durch Sturmschäden, Rotfäulepilz und Borkernkäfer.

Rinde: rotbraun.

Nadeln: vierkantig, 1 bis 2 cm lang, spitz, steif, glänzend grün, meist rings um die Zweigachse angeordnet.

Blüten:  April – Juni; m + w am gleichen Baum.

Zapfen: bis 15 cm lang, anfangs aufrecht, später hängend, fällt als Ganzes ab. Samen geflügelt, „tropfenförmig“, Spitze leicht gedreht.

Holz: gelblich-weiss, leicht, weich.

Verwendung: Bauholz, Möbel, Schindeln, Musikinstrumente, Spanplatten, Holzwolle, Zellulose.

Hainbuche (Carpinus betulus)

Sommergrüner, bis 25 m hoher Baum.

Rinde: Dunkelgrau, auch im Alter ziemlich glatt mit hellem Netzmuster.

Blätter: 5-10 cm lang und 6 cm breit, Blattstiel ca. 1,5 cm lang. Auf der Oberseite dunkelgrün, unterseits heller und auf den Nerven leicht behaart. Im Herbst hell- bis leuchtend gelb.

Blüten: Einhäusig. Blütenkätzchen erscheinen mit Belaubung. Männliche Kätzchen seitlich 4-7 cm. lang und schlaff hängend. Weibliche Blüten am Ende junger Triebe, zur Reife etwa fingerlang. Blütezeit: Mai – Juni.

Früchte: Nussfrüchte, 6-15 mm lang, an 3-lappigen Tragblättern, die als Flugorgan dienen. Trägt Früchte ab September.

Verwendung: Brennholz mit hohem Brennwert, ergibt sehr gute Holzkohle.

Hartriegel (Cornus sanguinea)

Strauch, bis 4 m hoch.

Rinde: junge Zweige rot: später graubraune, längsrissige Borke.

Blätter: breit-lanzettlich, zugespitzt, ganzrandig, leicht behaart; 3 bis 5 gebogene, gegen Spitze verlaufende Nervenpaare. Oberseite grün, Unterseite heller; im Herbst blutrot.

Blüten: Mai – Juni; weissgelb, in langgestielten Dolden. 

Früchte: erbsengrosse, blauschwarze, weisspunktierte Steinfrüchte; bitter.

Holz:
 sehr fest und hart.

Verwendung: Drechslerei.

Hasel (Corylus avellana)

 

Strauch, selten kleiner, bis 10 m hoher Baum, Flachwurzler.

Rinde: anfangs graubraun bis rötlich glatt, glänzend, mit kleinen braunen Warzen; später rissig.

Blätter: oval, rundlich, mit herzförmigem Grund, kurz gespitzt, doppelt gesägt, Ober- und Unterseite weich behaart.

Blüten: Februar – März, vor Blattausbruch; m + w am gleichen Strauch.

Früchte: Haselnüsse, zu 2 bis 3 beisammen, hartschalig, braun; jede von einer becherartigen, geschlitzten Hülle umgeben.

Holzrötlich-weiss, weich, sehr zäh, biegsam.

Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Gemeines Geissblatt, Beinholz, Besenstrauch

Strauch, bis 2 m hoch.

Rinde: hellgrau, längsrissig.

Blätter: langzettlich, zugespitzt, ganzrandig, kurzgestielt, weich behaart; Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller.

Blüten:  Mai – Juni; anfangs weisslich, später gelb, paarweise auf behaartem Stiel.

Früchte: erbsengrosse, glasige, glänzend hellrote, kaum verwachsene Doppelbeeren; giftig.

Holz: gelblich, sehr hart, äusserst zäh.

Verwendung: Besen, Peitschenstiele, Drechslerei.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

 

Strauch, selten kleiner, bis 8m hoher Baum. Zweige mit weissem Mark.

Rinde: anfangs gräulich-gelb, rissig, später hellbraun, korkig.

Blätter: unpaarig gefiedert; meist 5 – 7 Teilblätter, lanzettlich, zugespitzt, grob gesägt, kahl; Oberseite dunkelgrün, Unterseite blaugrün.

Blüten: Mai – Juni; gelblich-weiss, klein, in grossen, tellerförmigen, doldenartigen Rispen; duftend.

Früchte: kleine, kugelige, anfangs dunkelrote, in reifem Zustand schwarze, beerenartige Steinfrüchte (Beeren); geniessbar.

Holz: gelblich-weiss, hart, fest.

Hundsrose (Rosa canina)

Hagebutte

Bis 3 m hoher, aufrechter, raschwüchsiger Strauch mit viel ausladenden und bogig überhängenden Zweigen.

Rinde: Stacheln kräftig, sichel- oder hakenförmig.

Blätter: unpaarig gefiedert, 8 – 12 cm lang, 5 – 7 Fiederblättchen, diese dünn, 3-4 cm lang, gleichmässig gesägt. Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller.

Blüten:  Schalenförmige Blüten rosa bis weiss, zu 1 bis 3, Einzelblüte 4 bis 5 cm breit, duftend, Blütenstiele und –becher kahl.

Früchte: Die klassische Hagebutte. Sammelfrucht mit einer rotglänzenden schlanken Hülle, korallenrot, essbar. Im inneren mit vielen braungelben Nüsschen (Samen) zwischen steif-kratzigen Kurzhaarborsten.

Kreuzdorn (Rhamnus catharticus)

Strauch, selten kleiner, bis 6 m hoher Baum, mit endständigen Dornen.

Rinde: dunkelbraun, glänzend, anfangs glatt, später feinrissig.

Blätter: rundlich, zugespitzt, fein gekerbt; 3 – 5 gebogene, gegen Spitze verlaufende Nervenpaare. Oberseite grün, kahl; Unterseite heller, weich behaart.

Blüten: Mai – Juni, m + w meist auf getrennten Sträuchern; klein, gelblich-grün, in Knäueln; wohlriechend.

Früchte: erbsengrosse, blauschwarze Beeren mit 4 Steinkernen: giftig.

Holz: rotbraun, fest, hart.

Verwendung: Drechslerei, Tischlerei.

Liguster (Ligustrum vulgare)

Strauch, bis 5 m hoch.

Rinde: anfangs olivgrün, glatt, später graubraun mit hellen Korkwarzen.

Blätter: lanzettlich, spitz, ganzrandig, ledrig, kahl, kurzgestielt. Oberseite dunkelgrün, glänzend; Unterseite heller. Im Herbst oft violett.

Blüten:  Juni  – Juli; klein, weiss, in dichten Rispen; stark duftend.

Früchte: erbsengrosse, anfangs grüne, im reifen Zustand schwarze Beeren mit rotem Fleisch; 2- oder 4samig, giftig.

Holz: sehr hart.

Verwendung: Drechslerei.

Linde (Tilia platyphyllos)

 

Grosser, bis 40 m hoher Baum. Tiefwurzler.

Rinde: silbergrau, längsrissig, heller als bei Winterlinde.

Blätter: grösser und weicher als bei Winterlinde, herzförmig zugespitzt, scharf gesägt. Oberseite grün; weissliche Haarbüschel in den Nervenwinkeln der Unterseite; Stiel behaart.

Blüten: Juni – Juli, 2 bis 3 Wochen früher als Winterlinde; hellgrün, wohl-riechend, meist zu 3 in hängender Dolde an einem schmalen Flügelblatt.

Früchte: Nüsschen, meist zu 3, mit kräftigen Längsrippen und harter Schale; nicht zerdrückbar.

Holz: gelblich-weiss, leicht weich.

Verwendung: Schnitzerei, Modellbau, Furniere, Reissbretter, Zündhölzer, Zellulose.

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Spindelstrauch

Strauch, selten kleiner, bis 3 m hoher Baum.

Rinde: junge Zweige dunkelgrün, vier-kantig; ältere Zweige graubraun bis rotbraun, oft mit 4 Korkleisten.

Blätter: elliptisch bis lanzettlich, zugespitzt, fein gesägt, kahl, kurzgestielt. Oberseite grün, Unterseite heller; im Herbst kräftig rot.

Blüten:  Mai – Juni; klein, gelbgrün, langgestielt, meist zu 4.

Früchte: karminrote Kapseln (Pfaffenhütchen) mit 2-4 giftigen Samen in gelbrotem Samenmantel.

Holz: gelblich-weiss, hart.

Verwendung: Drechslerei.

Schneeball gemeiner (Viburnum opulus)

Strauch, bis 5 m hoch.

Rinde: anfangs grün, später graugelb, längsrissig.

Blätter: 3- bis 5-lappig, ähnlich wie Ahorn, unregelmässig und grob gezähnt. Oberseite dunkelgrün, fast kahl; Unterseite heller, leicht behaart. Roter Stiel mit grossen grünen Drüsen.

Blüten:  Mai – Juni; weiss, in lockeren, doldenartigen Rispen mit grossen unfruchtbaren Randblüten.

Früchte: erbsengrosse, glänzend rote, im reifen Zustand unangenehm riechende, beerenartige Steinfrüchte; giftig.

Holz: gelbbraun.

Verwendung: Spazierstöcke, Pfeifenröhren.

Schneeball wolliger (Viburnum lantana)

Strauch, bis 4 m hoch.

Rinde: anfangs graugrün, rauh, später graubraun, längsrissig, borkig.

Blätter: oval, spitz, regelmässig und fein gezähnt, weich, rauh behaart. Oberseite dunkelgrün, runzelig; Unterseite und Stiel dicht graufilzig.

Blüten:  Mai –Juni; klein, weiss, kugelig, in dichten, doldenartigen Rispen; wohlriechend.

Früchte: kleine, eiförmige, anfangs rote, im reifen Zustand schwarze, beeren-artige Steinfrüchte: ungeniessbar.

Holz: gelbbraun.

Verwendung: Korbflechterei, Binden.

Schwarzdorn (Prunus spinosa)

Strauch, selten  kleiner, bis 3 m hoher Baum Flachwurzler.

Rinde: schwarzbraun; Zweige mir Dornen; junge Triebe oft weich behaart.

Blätter: lanzettlich, mit stumpfer Spitze, gesägt; anfangs behaart, später kahl. Oberseite dunkelgrün, Unterseite mattgrün.

Blüten: April – Mai; meist vor Blattausbruch; weiss, kurzgestielt, dicht gehäuft.

Früchte: schwarzblaue, kurzgestielte Steinfrüchte („Schlehen“); sehr herb schmeckend, nach Frost geniessbar.

Holz:rötlich-braun, glänzend, sehr hart.

Spitzahorn (Acer platanoides)

Grosser, bis 30 m hoher Baum, meist weniger mächtig als Bergahorn. Knopen: gross, rot.

Rinde: anfangs grau, glatt (ähnlich wie Esche); später dunkelbraun, längsrissig, borkig, mit kleinen rötlichen Rhomben, nicht abblätternd.

Blätter: gross, dünn, mit 5 breiten, spitzen Lappen und stumpfen Buchten; lange, fein zugespitzte Zähne. Ober- und Unterseite dunkelgrün, glänzend.

Blüten:  April – Mai, vor Blattausbruch; gelb-rötlich, in abstehenden, doldenartigen Blütenständen.

Früchte: Flügelfrüchte aus 2 stumpfwinklig verwachsenen Teilfrüchten; Nüsschen plattgedrückt.

Holz: weiss, hart, gut bearbeitbar.

Verwendung: Schnitzerei, Drechslerei, Modellbau, Geigenbau, Möbel.

Stieleiche (Quercus robur)

Sommereiche

Grosser, bis 40 m hoher Baum mit unregelmässiger Krone. Tiefwurzler.

Rinde: anfangs glatt, grau, glänzend; später graubraun, längsfurchige, gerbstoff-haltige, dicke Borke.

Blätter: kurzgestielt, oval, unregelmässig gelappt, kleines Öhrchen am Blattgrund, Nerven in Lappen und Buchten verlaufend. Oberseite dunkelgrün, Unterseite bläulich-grün. Belaubung in Büscheln.

Blüten: April – Juni, mit Blattausbruch; m + w am gleichen Baum.

Früchte: längliche, längsgestreifte Eicheln in kleinen Becher, zu 1 bis 5 an langem Stiel.

Holz: gelblich-braun, schwer, hart.

Verwendung: Bauholz, Treppen, Parkett, Möbel, Fässer, Eisenbahnschwellen.

Traubenkirsche (Prunus padus)

 

Strauch oder kleiner, bis 15 m hoher Baum. Flachwurzler.

Rinde: anfangs dunkelgrau, glatt; später längsrissige Borke.

Blätter: breit-lanzettlich, gespitzt, fein gesägt, kahl; Oberseite dunkelgrün, Unterseite graugrün. Stiel meist mit 2 grünen Drüsen.

Blüten:  April – Mai, vor Blattausbruch; gelb-rötlich, in abstehenden, doldenartigen Blütenständen.

Früchte: erbsengrosse, glänzend schwarze, bittersüsse, giftige Steinfrüchte, 1-samig.

Holz: gelbbraun, leicht glänzend, zäh.

Verwendung: Fassreifen.

Ulme (Ulmus glabra)

Grosser, bis 40 m hoher Baum. Tiefwurzler. Gefährdet durch Schmarotzerpilz.

Rinde: bereits anfangs fein längsrissig; später graubraune bis dunkelbraune Borke.

Blätter: breit, lanzettlich, dreispitzig, scharf doppelt gesägt, oft am Grund asymetrisch, kurzgestielt. Oberseite dunkelgrün, rau, behaart, matt; Unterseite heller.

Blüten: Februar – April, vor Blattausbruch.

Früchte: Flügelfrüchte in kurzgestielten, dichten Büscheln mit braunem, flachem Nüsschen in der Mitte des dünnen Flügels.

Holz: gelblich- bis rötlich-braun, hart, zäh.

Verwendung: Wagnerei, Drechslerei, Innenausbau, Möbel, Hackstöcke.

Weissdorn (Crataegus laevigata)

Zweigriffliger Weissdorn

Strauch, selten kleiner, bis 4 m hoher Baum. Tiefwurzler.

Rinde: helloliv oder rotbraun, glänzend; Zweige mit Dornen.

Blätter: in oberer Hälfte 3 bis 5 ungleich gesägte, stumpfe Lappen. Oberseite glänzend dunkelgrün; Unterseite gelblich-grün, kahl.

Blüten:  Mai – Juni; weiss bis rosa, in aufrechten, doldenartigen Rispen; unangenehm riechend.

Früchte: rote, eiförmige Apfelfrüchte („Hagäpfel“), mit 2 bis 9 Steinkernen, mehlig.

Holz: rötlich, schwer, hart.